Montag, 29. dezember 2008
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So,
was ich habe in inzwischen erlebt?
Von Bolivien habe ich, dank meiner kleinen Wehwehchen, nicht sonderlich viel gesehen, nur La Paz und Potosi, beide Staedte hatten es in sich. Weihnachten in La Paz war eine einzige grosse Party,
allerdings habe ich mich noch nie so unweihnachtlich gefuehlt. Ueberhaupt keine Weihnachtsstimme war da. Aber was solls, man kann nicht alles haben, wenigstens hatte ich Alk.
In Potosi war ich dann wie schon gesagt in den Minen. Schrecklich -schoen! Zum einen arbeiten die Minenarbeiter noch mit steinzeitlichen werkzeugen, zum anderen macht
es unheimlich spass in einer mine in der es keinerlei sicherheitsvorkehrungen gibt rumzuturnen.
Das ganze wurde in einer Tour organisiert. Alle Tourguides sind ehemalige Minenarbeiter und kennen sich also sehr gut in der Mine aus.
Aber als erstes ging es auf den Minenarbeiter-Markt. Dort haben wir was gegessen und "Geschenke" fuer die Arbeiter gekauft. D.h. Dynamit ( Das kann jeder dort fuer 1,50 euro kaufen), 96%
Alkohol (mundet), Kokablaetter (kann man immer gebrauchen) und eine grosse Flasche Cola. Danach ging es dann in die Mine. Dort kann man als durchschnittlicher Europaer kaum
aufrecht gehen und zwischendurch wird sich auch mal ganz gerne kriechend fortbewegt. Ein Spass, wenn man nicht gerade platzangst hat. Ganz ungefaehrlich ist der Spass nicht, jeden Tag stirbt im
Schnitt immernoch 1 Minenarbeiter, und dank des Feinstaubs und nicht existenter Atemmasken ist die Lebensdauer eines solchen Minenarbeiters auf gute zehn Jahre begrenzt. Dafuer verdient er aber
auch nicht schlecht, satte € 80, im Monat. Und dank der fallenden Rohstoffpreise verlassen die Arbeiter die Mine auch mal 48 Stunden nicht. Sie arbeiten kokablattkauend durch.
Fotos etc kommen in ein paar tagen.
Jetzt bin ich in Cabanaconde, Peru. Durch diese Gegend verlaeuft der tiefste Canyon der Welt. Atemberaubend. Leider habe ich viel zu wenig Zeit. Morgen geht es schon weiter. Aber immerhin habe ich
schon einen Condor gesehen. Landschaften zu beschreiben ist relativ sinnfrei, wenn man fotos hat - also warten.
mischi