Mittwoch, 31. dezember 2008 3 31 /12 /2008 20:09





von Michi
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Montag, 29. dezember 2008 1 29 /12 /2008 00:56
So,
was ich habe in inzwischen erlebt?
Von Bolivien habe ich, dank meiner kleinen Wehwehchen, nicht sonderlich viel gesehen, nur La Paz und Potosi, beide Staedte hatten es in sich. Weihnachten in La Paz war eine einzige grosse Party, allerdings habe ich mich noch nie so unweihnachtlich gefuehlt. Ueberhaupt keine Weihnachtsstimme war da. Aber was solls, man kann nicht alles haben, wenigstens hatte ich Alk.

In Potosi war ich dann wie schon gesagt in den Minen.  Schrecklich -schoen!  Zum  einen  arbeiten  die Minenarbeiter noch mit steinzeitlichen werkzeugen, zum anderen macht es unheimlich spass in einer mine in der es keinerlei sicherheitsvorkehrungen gibt rumzuturnen.

Das ganze wurde in einer Tour organisiert. Alle Tourguides sind ehemalige Minenarbeiter und kennen sich also sehr gut in der Mine aus.
Aber als erstes ging es auf den Minenarbeiter-Markt. Dort haben wir was gegessen und "Geschenke" fuer die Arbeiter gekauft. D.h. Dynamit ( Das kann jeder dort fuer 1,50 euro kaufen), 96%  Alkohol (mundet),  Kokablaetter (kann man immer gebrauchen)  und  eine grosse Flasche Cola.  Danach ging es dann in die Mine. Dort kann man als durchschnittlicher Europaer kaum aufrecht gehen und zwischendurch wird sich auch mal ganz gerne kriechend fortbewegt. Ein Spass, wenn man nicht gerade platzangst hat. Ganz ungefaehrlich ist der Spass nicht, jeden Tag stirbt im Schnitt immernoch 1 Minenarbeiter, und dank des Feinstaubs und nicht existenter Atemmasken ist die Lebensdauer eines solchen Minenarbeiters auf gute zehn Jahre begrenzt. Dafuer verdient er aber auch nicht schlecht, satte € 80, im Monat.  Und dank der fallenden Rohstoffpreise verlassen die Arbeiter die Mine auch mal 48 Stunden nicht. Sie arbeiten kokablattkauend durch.

Fotos etc kommen in ein paar tagen.

Jetzt bin ich in Cabanaconde, Peru. Durch diese Gegend verlaeuft der tiefste Canyon der Welt. Atemberaubend. Leider habe ich viel zu wenig Zeit. Morgen geht es schon weiter. Aber immerhin habe ich schon einen Condor gesehen. Landschaften zu beschreiben ist relativ sinnfrei, wenn man fotos hat - also warten.



mischi


von Michi
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Donnerstag, 18. dezember 2008 4 18 /12 /2008 22:58

So,
ich denke es wird Zeit fuer einen letzten vorweihnachtlichen Eintrag. Nachdem,ich in Puno angekommen war, habe ich mich mit meinen Kollegen getroffen und wir sinddann gleich raus aufden titicacasee, zu den schwimmenden Inseln. Schwimmend? Richtig! Die Dinger weren aus Schilf und deren Wurzeln gebaut und haben teilweise mehr als 500m2 Grundflaeche, jeder Clan hat mehr oder weniger seine eigene Insel, mit Wohnhaeusern, Kueche und Aussichtsturm, auf einer Insel habe ich sogar ein Restaurant und einen Mini-Market entdeckt. Ich vermute aber, dass es die beiden Gebaeude noch nicht all zu lange gibt. Warum schwimmende Inseln? Man kann/konnte hervorragend fliehen wenn die Inkas kommen/kamen. Leinen los und in Sicherheit.

 

Nach diesem kurzen Einblich sind wird dann direkt weiter nach Copacabana in Bolivien hier war dann alles nochmal billiger als in Peru und wir haben in einer Art Villa fuer rund 5 Euro uebernachtet (inkl. Fruehstueck). Am naechsten ging es dann zur Isla del Sol, der Geburtsstaette der Inkas, dummerweise hatten wir uns nicht ueber die Abfahrtszeiten der Faehren informiert und so durften wir dann schon nach einer stunde wieder die heimreise antreten, abends gab esdann Forelle aus dem titacacasee.

 

Jetzt bin ich schon seit 9 Tagen in La Paz, obwohl mir die Stadt sehr gut gefaellt hatte ich nicht geplant so labnge zu bleiben. Eine Lebensmittelvergiftung und eine Augeninfektion halten mich im Moment noch davon ab zu reisen. Allerdings geht es mir besser und morgen fahre ich dann nach Potosi. An  beiden dieser nervigen Infektionen bin ich wohl eher selbst Schuld, denn man soll ja kein Essen von den Strassenverkaeufern essen und haendewaschen bevor man die Kontaktlinsen rausnimmt ist meistens auch keine schlechte Idee. Leider ist das Essen der Strassenhaendler nur unwiderstehlich lecker. Trotzdem hatte ich groesstenteils eine hervorragende Zeit hier. Ich wohne im Adventure Brew Hostal. Der Besitzer braut sein eigenes Bier. Nachdem deutschen Reinheitsgebot, und ich kann echt nicht meckern, es ist wirklich lecker. Dort habe ich dann auch Andi kennengelernt, der gerade sein Brauereistudium in Weihenstephan abgeschlossen hat und mal ruebergeflogen ist um hier einige Sachenam Brauprozess zuverbessern, die Tour gab es gleich inklusive mit verkostung versteht sich. 

Generell ist La Paz einfach genial fuer Budgettouristen, denn man kann feiern bis in die puppen und man braucht nie mehr als 200 Bolivianos mitzunehmen (20 euro)  , denn die kann man gar nicht vertrinken. Natuerlich habe ich nicht nur gefeiert sondern auch noch andere sinnvolle dinge gemacht. Remo (der Brauereibesitzer), Andi und ich sind naemlich  auf den Chacaltaya gefahren, der hoechsten Skistationder Welt auf 5500m Hoehe um uns direkt auf dem Gipfel das selbstgebraute Bier einzuschenken. Hoechst sinnvolle Aktion wie ich finde. Ausserdem habe ich mir original bolivianisches Frauenwrestling angeguckt (Video kommt noch), ein absoluter Kracher. So einen Muell sieht man wahrscheinlich nur in Bolivien.

 

Natuerlich gibt es hier auch die andere Seite, die Armut, die Kinderarbeit. ich habe ein bisschen an einem Projekt eines deutschen Pfarrers mitgearbeitet, und Essen und Trinken an die hiesigen arbeitenden Kinder verteilt. Das nimmt einen teilweile ein bisschen mit. Leider wird die Arbeit von der Bevoelkerung nicht wirklich als nuetzlich empfunden, denn in ihrer Theorie sind solche Kinder und die Obdachlosen die Hauptursache fuer Kriminalitaet, wenn sollte sie besser sterben lassen, als ihnen zu helfen. Die Arbeit gestaltet sich also etwas schwierig.

La Paz hat auch einen Weihnachtsmarkt, wenn man ihn den so nennen darf. Dort gibt es von Barbie ueber Hi-Man figuren bis zu Computern alles zu kaufen. Nur Gluehwein gibt es keinen und auch keine Champignons in Kaesesosse. Dafuer aber empanadas fuer 30 cents.


Auf Fotos aus La Paz muesst ihr euch noch einige Zeit gedulden, denn die internet verbindung ist hier nicht so dolle.

Feliz Navidad


michi

   

von Michi
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Mittwoch, 10. dezember 2008 3 10 /12 /2008 19:32
In Bolivien:

Das Mittagessen:     € 2
Die Uebernachtung: € 3
Das Bier:                   € 1,5
Zwei Gramm Koks:  € 10

Hier bleibe ich.


Mischi
von Michi
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Samstag, 6. dezember 2008 6 06 /12 /2008 13:21
So angekommen am Titicacasee, recht hoch hier 3800 ue.n.n. Wenn ich wieder in Santiago  bin werde ich erstmal einen Marathon laufen....

Der Peruaner an sich ist auch ein Fuchs. Stellt die Uhr einfach zwei Stunden zurueck damit es morgens schon um 6 so hell ist wie bei uns um 11 ... fuerchterlich


mischi
von Michi
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Freitag, 5. dezember 2008 5 05 /12 /2008 21:25
So, gestern bin ich in Peru angekommen. Dass die Uhren hier anders ticken, merkt man nicht sofort. Natuerlich ist es hier, in der peruanischen Grenzstadt Tacna,  etwas dreckiger und  ungeordneter, aber doch irgendwie  genauso wie in Chile.  Erst  wenn sich ein bisschen unterhaelt  erfaehrt man von den Unterschieden.

Vor einem Monat gab es hier einen Aufstand: Die Einwohner Tacnas forderten eine hoehere Anteil  an den  Gewinnen der  auslaendischen  Bergbaufirmen.  Und haben den  Aufstand geprobt.  Im  wahrsten Sinne des Wortes, denn sie haben das Rathaus angezuendet. Es stehen nur noch die Grundmauern. Die peruanische Regierung hat daraufhin den Notstand ueber Tacna verhaengt, das Militaer kam, und 10 Tage konnte man die Stadt nur durch Strassensperren verlassen.

Davon sieht und merkt man allerdings nichts mehr, mal abgesehen von der Rathausruine. 
Heute hat mir dann Vladi!!!(keine Ahnung warum er so heisst, aus Osteuropa kommt er jedenfalls nicht) ein Angestellter des Hostels in dem ich untergekommen bin, ein bisschen die Stadt gezeigt. Er sagt mir wo es das beste Essen gibt, ich lade ihn ein: Fairer Deal und bei € 1,5 pro mittagessen zuverkraften.  Besonders ist gut/guenstig uebrigens  die chinesische!!  Kueche hier.


Leider bin ich nur einen Tag in Tacna, sonst haette Vladi mich mit auf einen Hahnenkampf genommen. Mal gucken, ob sich sie Moeglichkeit spaeter noch ergibt. In ein paar Stunden fahre ich dann weiter nach Puno, das liegt direkt am Titicaca-See und dort ist es saukalt. Dort treffe ich mich mit zwei Kollegen. Mal gucken, was wir dann machen...

Etwas erschreckend ist die Macht, die internationale Konzerne hier in Peru haben ( in chile war es nicht so ausgepraegt) Miller gehoeren circa 99 % der Biermarken, Coca-Cola circa 99% der Softdrinkmarken und was einem nicht gehoert wird kurzerhand gekauft. Ausserdem gibt es Pantene-ProVi Fernsehshows was in etwa so aufgezogen ist wie DSDS nur dass es immer und ueberall um Pantene ProVi geht... und wir regen uns ueber einen gummibaerchenessenden Gottschalk auf....


Gruesse


mischi

von Michi
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Mittwoch, 3. dezember 2008 3 03 /12 /2008 02:09
... es ist soweit. Das Semester ist zu Ende. Der Ernst des Lebens fängt an. Kokatee in Bolivien, Steak in Argentinien, Matschuh Pittschuh in Peru, Bullet-dodging in Kolumbien und was immer man in Brasilien macht.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Hier der Link zu den Fotos aus Chiloe: Hier lang!!!


Michi 
von Michi
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Freitag, 28. november 2008 5 28 /11 /2008 21:26

Nun sitze ich hier, am Hafen in Puerto Montt, schluerfe Kaffee und warte auf den Bus. Und das noch geschmeidige 4 Stunden. Die letzten paar Tage, war ich auf Chiloé, der Insel, auf der alles langsamer vonstatten geht oder zumindest gehen soll. Chiloé: 120.000 Einwohner, 300.000 Touristen jaehrlich, Pinguine, schoene Straende und ganz gerne mal Scheisswetter. Endlich habe ich es mal wieder gesehen: mit dunkelen Wolken,  Regen und peitschendem Wind. Kurzum, das volle norddeutsche Herbstprogramm. Das ist in Santiago eher eine Seltenheit, in der Tat ist man eher ueberrascht, wenn die Sonne mal nicht scheint.

Nun, aber auch wenn ich mich ueber das Wetter gefreut habe, so selten kommt es hier eben nicht vor, als dass es diese Artikelueberschrift rechtfertigen wuerde.

Das wirklich unvorhersehbare auf Chile sind deutsche Nummernschilder, besonders wenn sie nicht in Kneipen sondern an echten! Autos haengen. In diesem Fall an einem selbstgebauten Wohnmobil aus Hannover. Wir konnten es selbst kaum glauben, und haben erst an einen Schwerz gedacht, sind angehalten und haben erstmal dumm geguckt und

"Hallo?" gesagt. 

Und zur grossen Verwunderung stiegen dann auch tatsaechlich zwei Deutsche aus dem Wohnmobil aus . Irma und Hubert, zwei Deutsche mir ihrem umgebauten LKW auf Weltreise. Beide so zwischen 55 und 60 und auch wenn ihre Kinder schon gross sind, manche Eltern koennen eben nie aufhoeren Eltern zu sein. Und so wurden Christopher, mein Kumpel aus Santiago und ich zum Essen eingeladen. Wir beiden haben dann nurnoch das Bier beigesteuert.

Begruesst wurden wir mit " Wer moechte denn einen Gin mit Zitrone?". Die perfekte Basis fuer einen guten Abend. Irma hatte gekocht, es gab Nudeln mit Kaesesosse. ueber 4 Stunden lang unterhielten wir uns dann ueber alles moegliche: Korrupte Polizisten in Argentinien, die Vorzuege Chiles und warum man verdammt nochmal mit dem eigenen Wohnmobil durch Suedamerika faehrt....

Es war ein netter Abend, besonders wenn man bedenkt, dass Christopfer und ich uns eigentlich auf ein paar belegte Brote und eine kalte Nacht eingestellt hatten.

Mischi 

von Michi
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Donnerstag, 20. november 2008 4 20 /11 /2008 18:49

Hola hola,


Wie alle Fans des Frauenfussballs naturlich wissen (also niemand), wurde gestern die U-20 Frauen-Fussballweltmeisterschaft hier in Santiago angepfiffen. Vermutlich werde ich mir das Gekicke nicht angucken. Viel wichtiger ist, dass die "ganze" Fussball high-society sich hier versammelt hat. Unter anderem Sepp Blatter und *Trommelwirbel*


Er hier, in Santiago - of all places!


























Der gute Franz hat in Santiago Schecks des Goetheinstituts verteilt. Unteranderem im "Colegio Aleman" und wer war auch da? RICHTIG!


Leider hatte ich nicht die Moeglichkeit mir ein Autogramm geben zu lassen, aber immerhin habe ich ihn gesehen - live - die Lichtgestalt des deutschen Fussballs.


Ne feine Rede hat er dann auch gehalten. So, mir fehlen uebrigens nur noch zwei Klausuren: und dann sollte ich es schafft haben.








Gruss,


ich werde bald nochmal ein paar Fotos hochladen, wenn ich dann mehr sehe...



mischi



von Michi
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Freitag, 24. oktober 2008 5 24 /10 /2008 04:07
So, hier der link zu meinen fotos...

http://s348.photobucket.com/albums/q352/UMayor_Gang/pucon/
von Michi
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