So,
ich denke es wird Zeit fuer einen letzten vorweihnachtlichen Eintrag. Nachdem,ich in Puno angekommen war, habe ich mich mit meinen Kollegen getroffen und wir sinddann gleich raus aufden
titicacasee, zu den schwimmenden Inseln. Schwimmend? Richtig! Die Dinger weren aus Schilf und deren Wurzeln gebaut und haben teilweise mehr als 500m2 Grundflaeche, jeder Clan hat mehr oder
weniger seine eigene Insel, mit Wohnhaeusern, Kueche und Aussichtsturm, auf einer Insel habe ich sogar ein Restaurant und einen Mini-Market entdeckt. Ich vermute aber, dass es die beiden
Gebaeude noch nicht all zu lange gibt. Warum schwimmende Inseln? Man kann/konnte hervorragend fliehen wenn die Inkas kommen/kamen. Leinen los und in Sicherheit.
Nach diesem kurzen Einblich sind wird dann direkt weiter nach Copacabana in Bolivien hier war dann alles nochmal billiger als in Peru und wir haben in einer Art Villa fuer rund 5 Euro uebernachtet (inkl. Fruehstueck). Am naechsten ging es dann zur Isla del Sol, der Geburtsstaette der Inkas, dummerweise hatten wir uns nicht ueber die Abfahrtszeiten der Faehren informiert und so durften wir dann schon nach einer stunde wieder die heimreise antreten, abends gab esdann Forelle aus dem titacacasee.
Jetzt bin ich schon seit 9 Tagen in La Paz, obwohl mir die Stadt sehr gut gefaellt hatte ich nicht geplant so labnge zu bleiben. Eine Lebensmittelvergiftung und
eine Augeninfektion halten mich im Moment noch davon ab zu reisen. Allerdings geht es mir besser und morgen fahre ich dann nach Potosi. An beiden dieser nervigen Infektionen bin ich
wohl eher selbst Schuld, denn man soll ja kein Essen von den Strassenverkaeufern essen und haendewaschen bevor man die Kontaktlinsen rausnimmt ist meistens auch keine schlechte Idee. Leider
ist das Essen der Strassenhaendler nur unwiderstehlich lecker. Trotzdem hatte ich groesstenteils eine hervorragende Zeit hier. Ich wohne im Adventure Brew Hostal. Der Besitzer
braut sein eigenes Bier. Nachdem deutschen Reinheitsgebot, und ich kann echt nicht meckern, es ist wirklich lecker. Dort habe ich dann auch Andi kennengelernt, der gerade sein Brauereistudium in
Weihenstephan abgeschlossen hat und mal ruebergeflogen ist um hier einige Sachenam Brauprozess zuverbessern, die Tour gab es gleich inklusive mit verkostung versteht sich.
Generell ist La Paz einfach genial fuer Budgettouristen, denn man kann feiern bis in die puppen und man braucht nie mehr als 200 Bolivianos mitzunehmen (20 euro) , denn die kann man
gar nicht vertrinken. Natuerlich habe ich nicht nur gefeiert sondern auch noch andere sinnvolle dinge gemacht. Remo (der Brauereibesitzer), Andi und ich sind naemlich auf den
Chacaltaya gefahren, der hoechsten Skistationder Welt auf 5500m Hoehe um uns direkt auf dem Gipfel das selbstgebraute Bier einzuschenken. Hoechst sinnvolle Aktion wie ich finde. Ausserdem
habe ich mir original bolivianisches Frauenwrestling angeguckt (Video kommt noch), ein absoluter Kracher. So einen Muell sieht man wahrscheinlich nur in Bolivien.
Natuerlich gibt es hier auch die andere Seite, die Armut, die Kinderarbeit. ich habe ein bisschen an einem Projekt eines deutschen Pfarrers mitgearbeitet, und Essen
und Trinken an die hiesigen arbeitenden Kinder verteilt. Das nimmt einen teilweile ein bisschen mit. Leider wird die Arbeit von der Bevoelkerung nicht wirklich als nuetzlich empfunden, denn
in ihrer Theorie sind solche Kinder und die Obdachlosen die Hauptursache fuer Kriminalitaet, wenn sollte sie besser sterben lassen, als ihnen zu helfen. Die Arbeit gestaltet sich also etwas
schwierig.
La Paz hat auch einen Weihnachtsmarkt, wenn man ihn den so nennen darf. Dort gibt es von Barbie ueber Hi-Man figuren bis zu Computern alles zu kaufen. Nur Gluehwein gibt es keinen und auch keine
Champignons in Kaesesosse. Dafuer aber empanadas fuer 30 cents.
Auf Fotos aus La Paz muesst ihr euch noch einige Zeit gedulden, denn die internet verbindung ist hier nicht so dolle.
Feliz Navidad
michi
Nun sitze ich hier, am Hafen in Puerto Montt, schluerfe Kaffee und warte auf den Bus. Und das noch geschmeidige 4 Stunden. Die letzten paar Tage, war ich auf Chiloé, der Insel, auf der alles langsamer vonstatten geht oder zumindest gehen soll. Chiloé: 120.000 Einwohner, 300.000 Touristen jaehrlich, Pinguine, schoene Straende und ganz gerne mal Scheisswetter. Endlich habe ich es mal wieder gesehen: mit dunkelen Wolken, Regen und peitschendem Wind. Kurzum, das volle norddeutsche Herbstprogramm. Das ist in Santiago eher eine Seltenheit, in der Tat ist man eher ueberrascht, wenn die Sonne mal nicht scheint.
Nun, aber auch wenn ich mich ueber das Wetter gefreut habe, so selten kommt es hier eben nicht vor, als dass es diese Artikelueberschrift rechtfertigen wuerde.
Das wirklich unvorhersehbare auf Chile sind deutsche Nummernschilder, besonders wenn sie nicht in Kneipen sondern an echten! Autos haengen. In diesem Fall an einem selbstgebauten Wohnmobil aus Hannover. Wir konnten es selbst kaum glauben, und haben erst an einen Schwerz gedacht, sind angehalten und haben erstmal dumm geguckt und
"Hallo?" gesagt.
Und zur grossen Verwunderung stiegen dann auch tatsaechlich zwei Deutsche aus dem Wohnmobil aus . Irma und Hubert, zwei Deutsche mir ihrem umgebauten LKW auf Weltreise. Beide so zwischen 55 und 60 und auch wenn ihre Kinder schon gross sind, manche Eltern koennen eben nie aufhoeren Eltern zu sein. Und so wurden Christopher, mein Kumpel aus Santiago und ich zum Essen eingeladen. Wir beiden haben dann nurnoch das Bier beigesteuert.
Begruesst wurden wir mit " Wer moechte denn einen Gin mit Zitrone?". Die perfekte Basis fuer einen guten Abend. Irma hatte gekocht, es gab Nudeln mit Kaesesosse. ueber 4 Stunden lang unterhielten wir uns dann ueber alles moegliche: Korrupte Polizisten in Argentinien, die Vorzuege Chiles und warum man verdammt nochmal mit dem eigenen Wohnmobil durch Suedamerika faehrt....
Es war ein netter Abend, besonders wenn man bedenkt, dass Christopfer und ich uns eigentlich auf ein paar belegte Brote und eine kalte Nacht eingestellt hatten.
Mischi
Hola hola,
Wie alle Fans des Frauenfussballs naturlich wissen (also niemand), wurde gestern die U-20 Frauen-Fussballweltmeisterschaft hier in Santiago angepfiffen. Vermutlich werde ich mir das Gekicke nicht angucken. Viel wichtiger ist, dass die "ganze" Fussball high-society sich hier versammelt hat. Unter anderem Sepp Blatter und *Trommelwirbel*
Er hier, in Santiago - of all places!

Der gute Franz hat in Santiago Schecks des Goetheinstituts verteilt. Unteranderem im "Colegio Aleman" und wer war auch da? RICHTIG!
Leider hatte ich nicht die Moeglichkeit mir ein Autogramm geben zu lassen, aber immerhin habe ich ihn gesehen - live - die Lichtgestalt des deutschen Fussballs.
Ne feine Rede hat er dann auch gehalten. So, mir fehlen uebrigens nur noch zwei Klausuren: und dann sollte ich es schafft haben.
Gruss,
ich werde bald nochmal ein paar Fotos hochladen, wenn ich dann mehr sehe...
mischi
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